Ratgeber · Grundlagen

Affiliate-Links: Was sie sind und wie du sie erstellst

Aufbau, Funktionsweise und Arten von Affiliate-Links – und wie du sie erstellst, auswertest und richtig kennzeichnest.

Redaktion AdlesaAktualisiert am 7 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

Ein Affiliate-Link ist ein Link mit einer persönlichen Partnerkennung. Kauft ein Nutzer nach dem Klick im verlinkten Shop, erkennt das Tracking, über welchen Publisher er kam, und schreibt ihm eine Provision gut. Für den Käufer ändert sich nichts: Er zahlt denselben Preis wie ohne den Link.

Was ist ein Affiliate-Link?

Affiliate-Links sind das wichtigste Werkzeug im Affiliate-Marketing. Sie sehen aus wie gewöhnliche Links und führen auch zum gleichen Ziel, zum Beispiel zu einem Produkt in einem Onlineshop. Der Unterschied steckt in der Adresse: Sie enthält eine Kennung, die dem Shop und dem Affiliate-Netzwerk verrät, wer den Kunden geschickt hat.

Ein Beispiel: Ein Modeblog stellt in einem Artikel Sommerkleider vor und verlinkt jedes Kleid im Shop. Klickt eine Leserin auf den Link und bestellt, erhält der Blog dafür eine Provision von zum Beispiel 12 Prozent. Ohne Affiliate-Link wüsste der Shop nicht, dass die Bestellung über den Blog zustande kam.

Je nach Plattform heißen Affiliate-Links auch Partnerlinks, Tracking-Links oder Empfehlungslinks. Gemeint ist immer dasselbe Prinzip.

So ist ein Affiliate-Link aufgebaut

Jedes Netzwerk formatiert seine Links etwas anders, die Bestandteile sind aber fast immer dieselben. Ein typischer Affiliate-Link sieht so aus:

https://track.adlesa.com/click?pid=48213&prog=florea&subid=sommerkleider&url=https%3A%2F%2Fwww.florea.de%2Fkleider%2Fmila
Tracking-Domain
Der Server des Netzwerks, der den Klick zählt und weiterleitet.
Partner-ID
Deine persönliche Publisher-Kennung. Daran hängt die Provision.
Programm
Das Partnerprogramm, zu dem der Link gehört.
Sub-ID
Optionale eigene Kennung für deine Auswertung (siehe Sub-ID).
Ziel-URL
Die Seite im Shop, auf der der Nutzer landen soll – kodiert, damit sie in den Link passt.

Wichtig: Verändere Partner- und Programm-ID nie von Hand. Ein Tippfehler reicht, und Verkäufe werden nicht mehr dir zugeordnet. Die Ziel-URL kannst du dagegen frei wählen, solange sie zur Domain des Advertisers gehört.

Wie funktioniert ein Affiliate-Link?

Zwischen Klick und Provision vergehen oft nur Millisekunden, bis zur Auszahlung aber einige Wochen. Der Ablauf im Überblick:

  1. 01Klick

    Der Nutzer klickt auf deinen Link und landet kurz beim Netzwerk.

  2. 02Weiterleitung

    Das Netzwerk zählt den Klick und leitet sofort zum Shop weiter.

  3. 03Markierung

    Ein Cookie oder eine Klick-ID merkt sich deine Partnerkennung.

  4. 04Kauf

    Der Shop meldet die Bestellung samt Kennung an das Netzwerk.

  5. 05Provision

    Nach der Freigabe wird die Provision ausgezahlt.

Der Kauf muss dabei nicht sofort passieren. Solange die Cookie-Laufzeit läuft, meist 30 Tage, wird auch eine spätere Bestellung noch dir zugeordnet. Klickt der Nutzer in der Zwischenzeit auf den Link eines anderen Partners, gilt in der Regel Last Cookie Wins: Der letzte Klick vor dem Kauf zählt.

Weil Browser Cookies zunehmend einschränken, nutzen moderne Netzwerke zusätzlich Cookieless Tracking. Dabei wird die Klick-ID an den Shop übergeben und die Bestellung direkt von Server zu Server gemeldet. Für dich als Publisher ändert sich dadurch nichts – dein Link funktioniert genauso.

Arten von Affiliate-Links

Nicht jeder Affiliate-Link ist ein Textlink im Fließtext. Diese Formen sind verbreitet:

FormBeschreibungGeeignet für
TextlinkVerlinktes Wort oder Satz im FließtextRatgeber, Testberichte
DeeplinkFührt direkt auf ein Produkt oder eine Kategorie statt auf die StartseiteFast alle Inhalte – meist die beste Wahl
ButtonAuffällige Schaltfläche wie „Zum Angebot“Produktboxen, Vergleichstabellen
BannerGrafisches Werbemittel in festen FormatenSeitenleisten, Newsletter
Produktlink aus dem FeedAutomatisch erzeugte Links aus dem Produkt-FeedPreisvergleiche, große Produktlisten
Affiliate-CodeEin persönlicher Gutscheincode statt eines LinksVideo, Podcast, Social Media, Print

Ein Sonderfall ist der Affiliate-Code: Er funktioniert ganz ohne Klick. Nennt eine Creatorin im Video ihren Rabattcode und die Zuschauerin löst ihn später im Shop ein, wird der Verkauf über den Code zugeordnet. Viele Creator kombinieren beides – Link in der Beschreibung, Code im Video.

Affiliate-Links erstellen: Schritt für Schritt

Bei den meisten Netzwerken, auch bei Adlesa, läuft das Erstellen eines Affiliate-Links gleich ab:

  1. Als Publisher registrieren. Lege ein kostenloses Konto bei einem Affiliate-Netzwerk an und hinterlege deine Website oder deine Kanäle.
  2. Bei einem Programm bewerben. Suche passende Programme, zum Beispiel im Partnerprogramm-Verzeichnis, und warte auf die Freischaltung. Erst dann erzeugen deine Links Provisionen.
  3. Ziel-Seite im Shop kopieren. Öffne das Produkt oder die Kategorie, auf die du verlinken möchtest, und kopiere die Adresse aus dem Browser.
  4. Link im Konto generieren. Wähle im Bereich für Links oder Werbemittel das Programm aus, füge die Ziel-URL ein und erzeuge den Link.
  5. Sub-ID ergänzen. Gib dem Link eine eigene Kennung mit, etwa den Namen des Artikels oder den Kanal.
  6. Testen und einbauen. Klicke den Link einmal selbst an, prüfe, ob du auf der richtigen Seite landest, und baue ihn dann ein.

Tipp: Lege dir eine einfache Übersicht an, welcher Link wo eingebaut ist. Läuft ein Programm aus oder ändert sich ein Produkt, findest du die betroffenen Stellen so schnell wieder.

Sub-IDs: Herausfinden, welche Links verdienen

Ohne Sub-IDs siehst du im Reporting nur, dass ein Programm Umsatz bringt – aber nicht, welcher Artikel, welcher Button oder welches Video ihn ausgelöst hat. Mit Sub-IDs hängst du jedem Link eine eigene Kennung an:

…&subid=blog-sommerkleider-tabelle
…&subid=blog-sommerkleider-fazit
…&subid=instagram-story-0612

Im Reporting erscheinen Klicks und Verkäufe dann getrennt nach diesen Kennungen. So erkennst du zum Beispiel, dass Links in Vergleichstabellen dreimal so gut konvertieren wie Links im Fazit – und kannst deine Inhalte gezielt verbessern. Verwende dabei ein festes Schema, etwa kanal-inhalt-position, und keine personenbezogenen Daten wie E-Mail-Adressen.

Wo du Affiliate-Links einsetzen kannst

Affiliate-Links funktionieren überall dort, wo Menschen nach Empfehlungen suchen. Jeder Kanal hat aber eigene Regeln:

KanalWo der Link sitztDarauf achten
Website & BlogIm Text, in Produktboxen und VergleichstabellenKennzeichnung und rel="sponsored"
YouTubeIn der Videobeschreibung und im angepinnten KommentarBezahlte Werbung im Video angeben
InstagramLink in der Bio, Link-Sticker in Stories„Werbung“ gut sichtbar am Anfang
TikTokLink in der Bio, Shop-FunktionenWerbekennzeichnung der Plattform nutzen
PinterestDirekt als Ziel-Link des PinsKeine Kurzlinkdienste, Kennzeichnung im Pin
NewsletterIm Text oder als ButtonProgrammregeln zu E-Mail beachten

Prüfe vor dem Einsatz immer die Bedingungen des Partnerprogramms. Manche Advertiser schließen bestimmte Kanäle aus, etwa E-Mail-Marketing, Gutscheinseiten oder Werbung auf Suchmaschinen (Brand-Bidding). Auf jeder Programmseite im Adlesa-Verzeichnis findest du die erlaubten Werbeformen.

Affiliate-Links richtig kennzeichnen

Affiliate-Links sind Werbung, und Werbung muss als solche erkennbar sein (siehe Kennzeichnungspflicht). Leser sollen auf den ersten Blick verstehen, dass du an einer Empfehlung verdienst. Bewährt haben sich:

  • Ein Hinweis direkt am Link, etwa ein Sternchen mit Erklärung oder der Zusatz „Werbung“ bzw. „Affiliate-Link“.
  • Ein gut sichtbarer Hinweis am Anfang des Beitrags, nicht versteckt im Footer oder am Ende.
  • In sozialen Medien der Hinweis „Werbung“ oder „Anzeige“ zu Beginn des Posts oder die Kennzeichnungsfunktion der Plattform.

Für Suchmaschinen gibt es eine zweite, technische Kennzeichnung. Google empfiehlt, Affiliate-Links mit dem Attribut rel="sponsored" zu markieren (alternativ rel="nofollow"). Damit zeigst du, dass es sich um bezahlte Links handelt, und vermeidest Probleme mit den Richtlinien für Links:

<a href="https://track.adlesa.com/click?pid=48213&prog=florea…"
   rel="sponsored noopener" target="_blank">Sommerkleid Mila bei Florea*</a>

Dieser Abschnitt gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Die genauen Anforderungen hängen vom Kanal und vom Einzelfall ab.

Lange Affiliate-Links wirken in Social Media und Videobeschreibungen unübersichtlich. Viele Publisher kürzen sie deshalb oder leiten sie über die eigene Domain weiter, etwa deinblog.de/go/florea. Das hat Vorteile: Links sehen aufgeräumter aus und lassen sich zentral austauschen, wenn sich ein Programm ändert.

Ein paar Punkte solltest du dabei beachten:

  • Eine Weiterleitung ändert nichts an der Kennzeichnungspflicht. Der Link muss weiterhin als Werbung erkennbar sein.
  • Einige Partnerprogramme und Plattformen erlauben bestimmte Kurzlinkdienste nicht. Prüfe die Programmbedingungen.
  • Teste nach jeder Änderung, ob die Weiterleitung noch auf den vollständigen Affiliate-Link inklusive Partner-ID zeigt.

Häufige Fehler mit Affiliate-Links

  • Links vor der Freischaltung einbauen. Bis das Programm dich freigeschaltet hat, werden keine Provisionen erfasst.
  • Nur auf die Startseite verlinken. Nutzer müssen das Produkt erst suchen und springen ab. Ein Deeplink auf das passende Produkt konvertiert besser.
  • Kaputte oder veraltete Links. Ausverkaufte Produkte, beendete Programme oder geänderte Shop-URLs kosten Umsatz. Prüfe deine wichtigsten Links regelmäßig.
  • Fehlende Kennzeichnung. Sie kann zu Abmahnungen führen und kostet Vertrauen.
  • Eigene Käufe über den eigenen Link. Das ist in fast allen Programmen verboten und führt zur Stornierung – im schlimmsten Fall zum Ausschluss.
  • Zu viele Links ohne Mehrwert. Leser klicken auf Empfehlungen, denen sie vertrauen. Ein ehrlicher Vergleich mit wenigen, gut platzierten Links bringt mehr als ein Artikel voller Links.

Fazit

Affiliate-Links sind einfach erstellt, aber erst richtig eingesetzt verdienen sie Geld: als Deeplink auf das passende Produkt, mit Sub-ID für die Auswertung, klar gekennzeichnet und regelmäßig geprüft. Wer zusätzlich die Regeln der Partnerprogramme kennt, vermeidet Stornierungen. Wie alles im Zusammenhang funktioniert, erklärt unser Grundlagenartikel Was ist Affiliate-Marketing?

Ein Affiliate-Link ist ein Link mit einer persönlichen Partnerkennung. Kauft jemand nach dem Klick im verlinkten Shop, wird der Verkauf dem Publisher zugeordnet und mit einer Provision vergütet.

Nein. Der Preis ist derselbe wie ohne Affiliate-Link. Die Provision zahlt der Shop aus seinem Marketingbudget.

Registriere dich als Publisher bei einem Affiliate-Netzwerk, bewirb dich bei einem Partnerprogramm und erzeuge nach der Freischaltung im Konto einen Link zur gewünschten Shop-Seite. Optional ergänzt du eine Sub-ID für die Auswertung.

Ja. Affiliate-Links sind Werbung und müssen für Leser erkennbar sein, etwa mit dem Hinweis „Werbung“ oder „Affiliate-Link“. Für Suchmaschinen sollten sie zusätzlich mit rel="sponsored" markiert werden.

Ein Affiliate-Code ist ein persönlicher Gutscheincode, der einem Publisher zugeordnet ist. Löst ein Kunde ihn ein, wird der Verkauf auch ohne Klick auf einen Link vergütet – praktisch für Videos, Podcasts und Social Media.

Der Link selbst bleibt gültig, solange das Partnerprogramm läuft. Nach einem Klick wird ein Kauf für die Dauer der Cookie-Laufzeit zugeordnet, meist 30 Tage.

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